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Der Werdegang der Firma Schlüter 

Während des Krieges war der Schmiedemeister Alwin Schlüter als Spezialist der Aluminiumschweißtechnik auf dem Fliegerhorst in Westerland dienstverpflichtet. Er hatte in Keitum ein privates Quartier und erkannte, dass hier nach dem Krieg eine Existenz aufzubauen wäre. Im Herbst 1946 mietete er zunächst ein Gebäude und begann damit, vorhandene Werkzeuge nach Keitum zu bringen. Zu dieser Zeit wohnte er in Klanxbüll und musste (oft unter Schwierigkeiten) mit dem Zug pendeln. Am 11. Februar 1947 eröffnete er dann einen Schmiede- und Schlossereibetrieb. Sein Sohn Niels war damals sein erster Schlosserlehrling.

Da nach dem Krieg fast niemand mehr richtig etwas besaß, wurde hier alles denkbare repariert und neu hergestellt: Alte Blechschränke der Wehrmacht ergaben wunderbare Öfen, die so genannten Kochhexen, die sehr beliebt waren. Darin konnte man alles verbrennen und sie sogar zum Kochen und Backen nutzen. So mancher Topf fuhr mit dem Zug über den Hindenburgdamm, um einen neuen Boden, Henkel oder Deckel zu bekommen. Auch die Landmaschinen, die nicht mehr die allerbesten waren, wurden wieder in Funktion gebracht.

Im Herbst 1947 gelang es Alwin Schlüter, durch Bescheinigung der englischen Militärverwaltung Flensburg aus Wehrmachtsbeständen eine Drehbank und eine kleine Ständerbohrmaschine zu bekommen. Das war ein großer Fortschritt für das Unternehmen!

1948 konnte von der Finanzverwaltung ein Drittel der alten Halle gemietet werden, so dass der Betrieb schon etwas größer wurde und fortan zwei Gesellen und zwei Lehrlinge beschäftigte. Zu den bisherigen Arbeiten kamen nun auch Hufbeschlag, Wagenbau und das Brunnenbohren hinzu. Hatten die Leute dann einen Brunnen, wollten sie auch eine Pumpe haben. So begannen die ersten Installationen von Wasserleitungen und Einbauten sanitärer Anlagen.

1950 zog Alwin Schlüter von Klanxbüll nach Keitum und erwarb 1953  das jetzige Wohnhaus am Gurtstig, Ecke Westerhörn.

1953 zog Niels Schlüter in sein Haus nach Keitum, dass er als Landarbeitersiedlung im Winjshoog Gung gebaut hatte.

1955 konnte dann das ganze Gebäude der jetzigen Schmiede und Schlosserei (schmunzelnd auch „Baracke“ genannt) erworben werden. Darin wurden unter anderem auch Kunstschmiedearbeiten durchgeführt. Durch den Verkauf von Schleppern, Landmaschinen und Geräten erweiterte sich der Betrieb stetig.

1956 legte Niels Schlüter dann seine Prüfung als Schlossermeister ab und wurde Teilhaber des Unternehmens, das sich nun Alwin Schlüter & Sohn nannte.

Ein landtechnischer Lohnbetrieb wurde angegliedert, der Schlepper-, Bagger- und Mähdrescherarbeiten ausführte. Die weiter zunehmende Betriebsgröße führte zu dem Entschluss, einen Neubau mit Büro, Wohnung und Halle zu errichten, der zum 25jährigen Jubiläum im Jahre 1972 fertig war und eingeweiht werden konnte. Der Firmengründer Alwin Schlüter verstarb leider etwas später nach kurzer, schwerer Krankheit im August 1972.

Das Leistungsangebot des Unternehmens wurde um Heizungsbau und sanitäre Installationen in größeren Dimensionen erweitert, so dass zeitweilig bis zu 18 Mitarbeiter beschäftigt waren. Die Anschaffung eines Baggers mit Schwimmponton ermöglichte die Ausführung von speziellen Arbeiten wie Lahnungsbau und Küstenschutzmaßnahmen. Nach  der Anschaffung von Allradschleppern kamen viele Aufträge vom ALW Husum, Außenstelle Westerland. Unter der seinerzeitigen Anleitung von Herrn Czock, später durch Herrn Pfnür und Herrn Schwarze, wurden Ländereien für die Aufforstung hergerichtet, gepflügt und bearbeitet sowie an der Westküste Sandfangzäune gesetzt. Hierzu wurden die Büsche mit einer an einem Schlepper montierten Kreissäge gekürzt und auf das passende Maß gebracht. Früher mussten diese Arbeiten noch mühsam mit der Axt von Hand ausgeführt werden. Etwa 1987 konstruierte Wolfgang Holst eine Maschine, die diese Arbeiten hydraulisch, ohne Gefahr für die Mitarbeiter, ausführte. An einen Schlepper angebaut, konnte sie ortsungebunden (z.B. am Strand) eingesetzt werden. Gebaut wurde die Maschine natürlich in der Firma Schlüter & Sohn.

1980 musste Niels Schlüter sich einer schweren Operation unterziehen und konnte das Unternehmen nicht länger führen. Die Unternehmensleitung ging offiziell auf Herrn Wolfgang Holst über.

Am 01. April 1983 erfolgte die Umwandlung des Unternehmens in eine GmbH, zu deren Geschäftsführer Herr Wolfgang Holst ernannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Schlüter GmbH 15 Beschäftigte, davon 2 Lehrlinge im Heizungsbau. Der Fuhrpark umfasste einen Bagger, einen LKW, zwei Schlepper, einen Grüppenbagger und acht Kundendienstfahrzeuge. Schon damals waren alle Fahrzeuge mit Funk ausgerüstet.

Durch die Übernahme der Wasserversorgungs- und Kanalpumpenanlagen der Gemeinde Sylt-Ost und vom Wasserbeschaffungsverband Staidum-Inge wurde ein neuer Betriebszweig gegründet und eine moderne Notrufanlage mit Eurofunk eingerichtet. Die Wasserversorgungseinrichtungen und Abwasserpumpen wurden später an die EVS abgegeben.

Im Mai 1996 schied Herr Uwe Schlüter aus der Schlüter GmbH aus. Seither ist diese im Besitz der Familie Holst.

Am 11. Februar 1997 konnte das 50-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert werden.

An den bestehenden Gebäuden führte die Schlüter GmbH seit Ihrer Gründung mehrere Baumaßnahmen durch. Das Büro wurde modern gestaltet und mit fünf Arbeitsplätzen ausgestattet, hiervon drei mit einer vernetzten EDV-Anlage, an die im Februar 1997 eine Leitstelle zur Überwachung von Heizungs- und Abwasserpumpenanlagen angegliedert wurde. Von hier aus ist es möglich, entfernte Heizungsanlagen fern zu überwachen und Daten zu übermitteln bzw. zu empfangen: Tritt eine Störung an der Heizungsanlage eines Kunden auf, wird diese Information sofort an unsere Monteure weitergeleitet.
Die Ausstellungsflächen im Kellerteil sowie im Obergeschoss des Firmengebäudes wurden erweitert und zeigen stets den neusten Stand. In der modernen Reparaturwerkstatt für Rasenmäher, die gleichzeitig den Fuhrpark der Firma Schlüter überholt, sind zwei Mitarbeiter beschäftigt. Die Werkstatt wurde inklusive Büroräume eingerichtet. Neben diesem Teil der Firma ist eine modern eingerichtet Autowaschanlage für den eigenen Fahrzeugpark sowie für Fahrzeuge, die zur Reparatur anstehen, angegliedert worden, deren Warmwasserversorgung über eine Umweltfreundliche Wärmepumpe erfolgt. Daneben entstand eine kleine, aber dem heutigen Bedarf entsprechende, beheizte Schlosserei, in deren oberen Teil sich eine Blechverarbeitungseinrichtung mit Abkantbank usw. befindet. Hier arbeitet einer unser Gesellen. Neben dieser Schlosserei befindet sich ein neues, modern eingerichtetes Zentrallager, das von dem heutigen Betriebsmitinhaber Henning Holst verwaltet wird.

1998 beendete Jens-Peter Holst erfolgreich die Ausbildung zum Installateur und Heizungsbaumeister und wurde zum Betriebsleiter und zweiten Geschäftsführer ernannt. Er ist ebenfalls Betriebsmitinhaber.

Seit 1998 bieten wir den Komplettumbau von Bädern, Wohnungen und Häusern an, soweit dies ohne Architekten möglich ist.

2002 wurde auf dem Betriebsgelände eine Lagerhalle aus Wehrmachtsbeständen abgerissen. An dieser Stelle steht heute ein Edeka Markt. Im Keller befindet sich ein Teil unseres Lagers und die Rasenmäher und Gartengeräteausstellung.

Seit Mai 2002 ist die Firma Schlüter auch im Internet präsent, um ihren Kunden auch hier alle Möglichkeiten der Information zu geben.

Ab 2003 bieten wir die zerstörungsfreie Leckortung mit Wärmebildkamera, Testgasverfahren, Feuchtigkeitsmessungen und Horchgerät an.

Am 11. Februar 2007 konnte das 60-jährige bestehen der Firma gefeiert werden.

Gegenwärtig sind 14 leistungsorientierte Mitarbeiter in der Schlüter GmbH damit beschäftigt, die Wünsche der Kunden zu erfüllen. Dabei können sie auf einen leistungsfähigen Fuhrpark zurückgreifen:

  • einen O&K Bagger
  • einen Volvo Minibagger
  • zwei Fendt Schlepper (105 PS)
  • zwei Tandemanhänger für die Schlepper
  • eine Seilwinde für Zapfwellenbetrieb
  • ein Böschungsmähwerk
  • 8 Kundendienstfahrzeuge
  • eine Strandreinigungsmaschine
  • diverse Kleinmaschinen

Am 01.10.2009 feierte der heutige Firmenmitinhaber, Wolfgang Holst sein 50-jähriges Betriebsjubiläum.